MODERATION AUF DER BÜHNE – TIPPS!

Über Instagram hat mich dieser Themenwunsch erreicht – vielen Dank, das hat mich sehr gefreut. Schreibt mir immer gerne, was euch interessiert.

Wenn es um die richtige Moderation auf der Bühne geht, muss man natürlich zwischen den verschiedenen Events unterscheiden: Firmenevent, Hochzeit, Bierzeltparty oder Konzertant – das bedeutet, die Menschen kommen, um dich und deinen eigenen Lieder/Coverlieder zu hören. Und wie du erfolgreich durch genau so einen Konzertabend führst, möchte ich nun genauer beschreiben.

Der Konzertbeginn

Der Abend beginnt, die Gäste sind auf ihren Plätzen – es geht los! Wie fängst du jetzt am besten an? Ich lasse meine Band immer erst alleine spielen: Sie kommen auf die Bühne, spielen und nach etwa einer Minute komme ich dann dazu. Daher mein erster Tipp: Einfach anfangen. Also nicht schon den ersten Titel anmoderieren. Die Menschen sind schließlich gekommen, um Musik zu hören. Umso schöner, wenn sie gleich damit begrüßt werden, oder? Wenn du keine Band hast, die dich begleitet, kannst du dein Playback auch so schalten, dass du ein paar Takte vorher schneidest und die Musik schon ertönt, bevor du auf die Bühne kommst. Eine schöne Variante, um den Abend zu beginnen.

Die Begrüßung

Der erste Song ist vorbei und so könnte meine erste Begrüßung lauten:

„Hallo, schön dass ihr alle da seid! Ich freue mich immer total, wenn so viele kommen, um meiner eigenen Musik und mir zuzuhören. Diesen ersten Song, den ihr gerade gehört habt, habe ich 2014 geschrieben und er beschreibt das Thema…Und deshalb machen wir direkt mit dem nächsten Song weiter, der heißt Beauty of Life und sagt schon alles: Das Leben ist schön. Und jetzt viel Spaß mit The Beauty of Life.“

Oder:

„Hi, schön, dass ihr alle da seid. Ich freue mich total, dass so viele gekommen sind und den Abend hier mit mir verbringen möchten. Ich bin Judith und ihr hört heute den ganzen Abend sowohl gecoverte Songs als auch selbstgeschriebene, die mich schon mein Leben lang begleiten. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem nächsten Titel. Der heißt…“

An- und Abmoderation

Ob du einen Song an- oder abmoderierst, kannst du natürlich selbst entscheiden. Es gibt darauf auch keine pauschale Antwort, finde ich. Der Flow entwickelt sich mit deiner Routine und mit dem Flow des Abends. Dann bekommst du mit der Zeit ein Gefühl dafür, wann eine An- und wann eine Abmoderation besser geeignet ist. Wie du dich auch entscheidest, diese Vorschläge helfen dir sicher:

Vorschlag 1:
Beschreibe das Thema, das diesen Song ausmacht, vor allem, wenn du in einer Fremdsprache singst.

Vorschlag 2:
Erzähle, wie dieser Song entstanden ist. Wann ist er entstanden? In welcher Phase war ich gerade? Was hat mich bewegt? Das gilt übrigens nicht nur für eigene Lieder. Auch Coversongs haben oft spannende Hintergründe, die die Menschen interessieren.

Zwischen den Titeln

Nutze die Chance, wenn du einen Künstler- oder Bandnamen hast:
Wie ist er entstanden? Was bedeutet er? Warum passt er super zu dir/euch? Bei meiner Band „dimonic“ erkläre ich gerne den Namen, weil manche ihn mit Dämonen verknüpfen ???? Er kommt aber eigentlich da her, dass meine Bandkollegin Lucia und ich im Studium angefangen haben, gemeinsam zu schreiben und dann aus diesem Duo eine Band formiert. Der Name „dimonic“ kommt also von „Duo“ und „Harmonic“. Solche Storys interessieren die Menschen genauso wie die Entstehung der Band oder deine Geschichte als Solokünstler. Lass die Menschen an deinem Leben teilhaben!

Beziehe das Publikum mit ein:
Das hört sich vielleicht komisch an, aber ich gehe gerne auf Kleinigkeiten ein, die sich im Publikum abspielen. Ein Beispiel: Ich habe einen Song namens Inspired, der damals in Las Vegas entstanden ist. Damals habe ich mit meiner Band 5 Wochen lang im dortigen Hofbräuhaus Covermusik gespielt, Heidi gesungen und so weiter. Und dann frage ich natürlich: Wer von Ihnen war denn schon mal in Las Vegas? Ich beziehe das Publikum mit ein. Das ist am Anfang sicher nicht so leicht, aber je sicherer du wirst, desto sensibler wirst du für die Impulse deiner Zuhörer.

Stelle deine Band vor:
Etwa nach 3/4 des Konzerts mache ich einen kleinen Cut und nutze die Möglichkeit, die Bandmitglieder an den Instrumenten persönlich vorzustellen. Auch im Duo ist dieser Punkt ganz wichtig.

Konzertende

Wir sind am Ende des Konzerts angekommen. Du weißt laut deiner Setliste, dass jetzt der letzte Titel ansteht. Diesen moderiere ich immer an: „Sind wir jetzt schon beim letzten Song des Abends? Mensch, das ging ja wieder schnell…“ Dann folgt meist bedauerndes „Oooh“ seitens des Publikums ???? Manchmal sage ich dann auch Dinge wie: „Naja, das mit der Zugabe können wir uns sparen, die haben wir eh und spielen sie für euch.“ Wenn sich Gags anbieten, mache ich die auch – eben je nach Stimmung. Außerdem kündige ich weitere Termine bzw. Folge-Auftritte an: „Wenn es euch heute Abend gefallen hat, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr auch auf eines meiner nächsten Konzerte kommt. Das erste ist am….in….“ Und nicht vergessen: Weise das Publikum auch auf deine/eure Website und Social Media Kanäle hin: „Wenn es euch gefallen hat, freuen wir uns wahnsinnig, wenn ihr uns euer Like auf Facebook schenkt und uns auf Instagram folgt. Alle Termine könnt ihr auch noch mal auf der Website nachlesen unter… “

Zusammenfassung

  1. Begrüße dein Publikum nicht mit einer Anmoderation, sondern mit Musik. Nutze die Gelegenheit, deine Band ohne dich anfangen zu lassen.
  2. Moderiere deine Titel an- oder ab: Um was geht es? Wie entstand der Song? Wann ist er entstanden? In welcher Lebenslage warst du?
  3. Erzähle, wie eure Band entstanden ist oder wie deine Solokarriere verlaufen ist.
  4. Beziehe das Publikum mit Fragen ein.
  5. Vergiss nicht, deine Band vorzustellen.
  6. Moderiere deinen letzten Song an, um auf Termine, Website und Social Media Kanäle aufmerksam zu machen.
  7. Finde deine persönlichen roten Faden für dein Programm und hangle dich daran durch den Abend.
Hallo, ich bin Judith!
Über mich

Ich liebe Kaffee, kuschelige Abende zuhause und mich beim Sport so richtig auszupowern. Alles was ich tue, tue ich mit 100 % Engagement und Herzblut – die Musik gibt mir dazu den nötigen Antrieb. Denn Gefühle in einem Song zu transportieren und mit jeder Zeile die Nähe zum Publikum zu spüren, ist für mich das was meinen Beruf als Sängerin ausmacht.

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Es ist mir eine Herzensangelegenheit, mein ganzes Wissen und Können als Sängerin und Vocal Coach an dich weiterzugeben und deine musikalische Persönlichkeit ans Licht zu bringen. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit!